Die genetische Grundlage der Bengal Katzen Verpaarung

Bengal Katzen Genetik: Das Grundverständnis über die Genetik zur Verpaarung von Bengal Katzen ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf einer neuen Zuchtkatze oder das verwenden eines Deckkaters. Gerade Neuzüchter fehlt es an genetischen Fachkenntnissen und die Anmeldung bzw. Wartelisten für Seminare sind erschreckend lang.

Deshalb ist es wichtig Neuzüchter einfachfachst zu erklären welche Genetik zu verpaaren ist und welche "Nicht!" Der aktuelle Trend wie z.B. "Silver Bengals" ist nicht zu unterschätzen. Der große Helfer in einer zielorientierten Zucht nennt sich:

Locus ... Allel ... Genotyp ... DNA ... Genetik.

Zur Zeit gibt es folgende Abschnitte:

  • Die genetische Grundlage (Kurzfassung)

  • Farbgenetik und Symbole (Bengal Katzen)

  • Verpaarung Snow Schnee Bengal (Farben Übergreifend)

Genetische Bengal Katze - Genetische Grundlage für Anfänger, Liebhaber und Neuzüchter. Zuchtkatze kaufen nach genetischen Kriterien. Bengal F1, F2, F3, F4, F5

Der dominant-rezessive Erbgang:

Darunter versteht man das nur ein Merkmal gezeigt und das andere unterdrückt wird.

 

Der intermediäre Erbgang:

Beide Merkmale mischen sich und beide Merkmale treten in Erscheinung.

Der rein rezessive Erbgang:

Rezessive Gene werden nur dann optisch in Erscheinung treten wenn sie reinerbig vorliegen, bzw. verpaart werden.

A

(Agouti)

Agouti A bewirkt das sich die Zeichnung der Katze zeigt. Non-agouti  a macht eine Katze "einfarbig" wodurch die Geisterzeichnung entsteht. Braune Katzen werden Schwarz (Melanistic), Silber wird zu Smoke und Snow wird zu Solid. Trägt eine Katze a/Apb ist diese eine Charcoal.

a

(non agouti)

Abp

(ALC agouti)

.

Erklärung
- rezessiv

 

B

(Schwarz/Black)

Bei einer b/b Katze ist das Schwarz durch einen Schokoladen-Farbton ersetzt. B ist nicht 100% dominant gegenüber b, so dass B/b bei einer Katze einen unerwünschten Schatten auslösen kann.

b1/b1 ersetzt das schwarz durch einen Zimt-Farbton. b ist nicht 100% dominant gegenüber b1, so das eine b/b1 Katze einen unerwünschten blassen chocolate-Farbton erreichen kann.

b

(chocolate)

b1

(cinnamon)

.

Erklärung
- rezessiv

 

.

bm ist rezessiv für die Farme "Amber" verantwortlich, nochmals verdünnt ist "Amber light".

bm

(black modifier)

.

.

Erklärung
- rezessiv

 

C

(kein Colorpoint)

cs/cs Lynx: Maskenzeichnung und eisblaue Augen. C/cs die Katze ist Anlageträger des Siam-Gens. 

cb/cb Sepia: Maskenzeichnung, gelbe oder grüne Augen. C/cb Die Katze ist Anlageträger des Burmesen-Gens.

cs/cb Mink: Maskenzeichnung mit türkisen Augen. Siam-Gen + Burma-Gen mischen sich intermediär zu einander. 

cs

(Siam = Lynx)

cb

(Burma = Sepia)

cs/cb

(Mischung = Mink)

Erklärung
- rezessiv

 

D

(Vollfarbe)

Dm

(dilute modifier)

Das Verdünnungs-Gen (dilution / dilute) hat Auswirkungen auf die Farbe, die die Katze trägt. Eine schwarze Katze B/B wird zu blue, eine chocolate Katze b/b wird zu lilac, ein cinnamon b1/b1 wird zu fawn. Das Gen "Dm" wirkt nur auf verdünnte Farben und ist dominant zu "dm". "Dm" muss also nur einmal vorhanden sein.

.

d

(Verdünnung / dilute)

dm

(dilute modifier)

Erklärung
- rezessiv

I

(Farbinhibitor)

Das Inhibitor-Gen (I) unterdrückt jede Farbe und erzeugt somit silberne Katzen. Jedoch ist das Gen nicht völlig dominant, so kommt es zu bei I/i oder B/i zu unerwünschten Verfärbungen bei Silberkatzen. Daher ist es ratsam Silberkatzen nur mit Silberkatzen zu verpaaren.

.

i

(normale Farbe)

.

Erklärung
- rezessiv

Ts

(tabby spotted)

Ts = Spotted Tupfenzeichnung (spotted Ts/Ts), Manche Bengalen haben zweifarbige Spots, die man dann Rosetten nennt. Bei jenen ist die Umrandung immer dunkler als die wärmere Innenfarbe.

tb = classic tabby blotched (marbled tb/tb) = gestromt und Ränderzeichnung. hauptsächlich horizontal verlaufende Linien, die den Körper bedecken.

.

tb

(tabby blotched)

.

Erklärung
- rezessiv

Ta

(Ticking)

Ta = Abessiner Tabby, ist dominant gegenüber allen Tabby Genen. Wird auch als "unstriped Tabby" bezeichnet.

t = Tigerstreifen, rezessiv gegenüber Ta, jedoch dominant zu Ts und tb, nicht erwünscht bei Bengalen.

.

t

(Mackarel)

.

Erklärung
- rezessiv

Rf

(kein Rufismus)

Das rezessive Rufismus Gen rf kontrolliert den Rotanteil im Fell der Bengal Katzen.

Vor allem silberne Bengalen sollten kein Rufismus enthalten (braune Stellen).

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rf

(Rufismus)

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Erklärung
- rezessiv

Gl oder Mi

(kein Glitter, kein Goldstaub)

Kein Glitter ist immer dominat zu Glitter. Befindet sich "Kein Glitter" in der Erbfolge, kann es nicht mehr eingekreuzt werden.

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gl oder mi

(Glitter / Goldstaub)

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Erklärung
- rezessiv
Dominant             /

Farbgenetik / Symbole (Bengal Katze)

- rezessive
Erklärung

Verpaarung Snow Bengal Katzen - Farben Übergreifend.

Die Bengal Katzen Genetik - Verpaarung: Snow seal Lynx, Snow Mink & Snow Sepia  Lokus C - Color Point Restriction (Siam und Burma Allel) Das Allel des Lokus C gehört zu der sogenannten Albinoserie: C =Vollfarbe, cb = Burmese, cs = Siamese, c = Albino. Das TYR-Gen kodiert das Enzym Tyrosinase, das für die Melaninproduktion nötig ist. In diesem Gen wurden die Mutationen identifiziert, die für Produktion der Pigmente, die die für Siamkatzen und Burma-Katzen typische Verfärbung verursachen, verantwortlich sind  (das pigmentierte Fell befindet sich insbesondere an den Gliederenden und Körperteilen mit niedrigerer Temperatur (Maske, Beine und Schwanz), die übrigen Körperteile sind sehr schwach bis weiß verfärbt).  Das ursprüngliche Allel (Wildtyp), bezeichnet als C-Allel, ist dominant über cb-Allel (Burmese), das wiederum nicht komplett dominant über cs-Allel (Siamese) ist. Das Allel C bewirkt die Vollfärbung  (full color), also höchstmögliche Färbungsstufe der Pigmentierung. cb/cb cs/cb

© 2021 Von Falkenstein

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